Heimweg – Hoselotteri – Raclette

5Uhr … Aufstehen und frühstücken … schliesslich geht es zurück in die Schweiz. Nach kurzer Fahrt im Taxi erreichen wir Kathmandu International Airport. Von dort fliegen wir nach Muscat (Oman). Wir fliegen über spannende Landschaften, Felder, Wiesen aber vor allem über Sand und Wüste.

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In Muscat wechseln wir das Flugzeug und haben grad noch Zeit, einen Kaffee, ein Schokoladenmuffin und einen supersüssen Quarkkuchen zu essen, bevor es weiter Richtung Mailand geht. In Mailand gibt es einen kurzen Zwischenstopp – die Italiener verlassen den Flieger, wir bleiben sitzen – noch kurz enteisen und dann geht es über die Alpen und wenige Minuten später sind wir schon in Zürich.
Nach 20h reisen schläft es sich super wieder im eigenen Bett ;-).

Am nächsten morgen mal wieder andere Hosen anziehen – oh, lottert. Nach kurzem wägen steht es fest: 5 Wochen Ferien – minus 4.5kg – gut so :-). Aus diesem Anlass gibt es dann auch grad Raclette zum Znacht … njammi … 🙂

Nachtrag: Bhaktapur

An unserem letzten Tag in Nepal haben wir noch einen Ausflug nach Bhaktapur gemacht. Eine Stadt, welche so aussieht wir noch vor hunderten von Jahren. Verschiedene Tempel schmücken die Stadt und Verkaufsstände gibt es wieder in massen.

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Das Highlight für mich war der Töpfermarkt. Auf einem einzigen Platz wird der Ton hergestellt, Töpfe und Vasen geformt, getrocknet und gebrannt. Zur Formung werden riesige Holzräder verwendet, welche mit einem Stock in Drehung versetzt werden. Darauf wird dann der Ton platziert und los gehts.

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Tashi delek Langtang

Am 4.11. sind wir früh morgens von unserem Hotel in Kathmandu aufgebrochen um unseren Jeep nach Shyaphru Besi zu erwischen. Es gibt verschiedene Transportmittel in Nepal: Local Bus, Express Bus und eben Jeep. Die Busse hier entsprechen in den Abmassen ungefähr unseren Minibussen mit ca. 20 Plätzen.
In den Local Bus werden hier aber mindestens 40 Personen gequetscht, inkl. dem ganzen Gepäck (mitunter auch mal Hühner, 30l Benzin, … halt alles was man so braucht). Auf das Dach kommt dann noch das grössere Zeugs wie Möbel, Abflussrohre, … ach ja und vielleicht auch nochmals 20 Personen. Der Local Bus nimmt auch unterwegs noch alle Personen mit, welche mitfahren wollen.
Beim Express Bus sieht es ähnlich aus, nur dass auf dem Dach keine Personen mitfahren und mehr oder weniger durchgefahren wird.
So, und nun Jeep. Uns wurde ja versprochen, dass dies die angenehmste Reiseart sei. Der Jeep sieht aus, wie ein Jeep halt auch bei uns aussieht. Wir waren als erste Gäste da und haben uns mal gemütlich hingesetzt. Soweit so gut.
Gemütlich wars dann nicht lange. Im Jeep fahren nämlich 11 Personen mit und nicht wie bei uns 5!! Mit kleinen Nepalis geht das vielleicht, aber wir waren 4 Europäer, zwei Nepalesische Big Mamas und dann noch die 5 Durchschnitts-Nepali.
So sind wir dann also losgefahren. 110km ist ja nicht so viel …
Ach ja, fast vergessen – das Gepäck wurde auf dem Dach festgebunden – inkl. den zwei Plastiktonnen voller Fische – lebende – inkl. dem Wasser dazu.
Nach 7h Rüttelfahrt – vielfach nahe, bis sehr nahe am Abgrund, 9 Checkposten von Armee und Polizei (immer schön Abwechslungsweise) sind wir dann in entsprechender Verfassung in Shyaphru Besi, dem Ausgangspunkt unseres Langtang-Trekkings angekommen.
Nach einem kurzen Aufstieg noch am gleichen Tag haben wir bei einer Farmerfamilie in deren Lodge übernachtet und haben, da wir die einzigen Gäste waren, deren Lebensstil hautnah miterleben können. So haben wir am zweiten Tag der Familie geholfen, den geernteten Weizen zu dreschen. Oder zumindest haben wir es versucht – die entsprechenden Blasen haben wir schon nach kurzer Zeit eingefahren … 😉

In Ghodatabela haben wir die Familie besucht, wo Doreen die eine Tochter finanziell unterstützt um eine gute Ausbildung zu bekommen. Nach dem Fotoshooting für ein Familienbild waren natürlich alle gespannt, wie die Fotos geworden sind.

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In weiteren Tagesetappen sind wir dann via Langtang weiter bis nach Kanjin Gumpa (3870m) hochgestiegen.

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Als Nachmittags- und Akklimatisierungstour haben wir bei leichtem Schneefall noch den Kyanjin Ri (4545m) bestiegen.

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Am Tag drauf sind wir um 4:30 Uhr aufgebrochen und sind ca. 4h später auf dem verschneiten Gipfel des Tserko Ri (4984m) gestanden. Ein absolut umwerfendes Panorama durften wir geniessen.

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Nach einem weiteren Besuch bei der Familie Jangba sind wir früher wieder zu unserem Ausgangspunkt abgestiegen, weil anscheinend wegen einem landesweiten Streik (Parlamentswahlen in Nepal Ende November) keine Busse und nichts fahren soll.
So war es dann auch. Die Hauptstrasse durch Shyaphru Besi glich einer Fussgängerzone – kein Auto und kein LKW fuhr mehr – mit Ausnahme von Parteifahrzeugen mit Lautsprechern und laut skandierenden Menschen auf der Ladefläche.
Nach einigen Stunden Verspätung ist unser Jeep dann doch eingetroffen. So mussten wir dann eine weitere abenteuerliche Fahrt – nun bei Dunkelheit – über uns ergehen lassen. Zum Teil hat unser Fahrer das Innenlicht im Fahrzeug eingeschaltet – wohl deswegen, damit alle sehen, dass wir Touristen sind und keine Streikbrecher … :-s

Nun haben wir noch zwei Tage Kathmandu und dann gehts zurück in die Schweiz – auch wieder schön ;-).

Zurück in der Hauptstadt

Wir haben es trotz Streik in ganz Nepal von Langtang zurück nach Kathmandu geschafft. Für die knapp 110km lange Strecke benötigten wir 7h … und das mit einer schnellen Verbindung im Jeep … soviel zu den Strassenverhältnissen hier … Steissbein und Genick sind deutlich zu spüren … 😉
Nun wieder in Kathmandu, geniessen wir erst einmal ein Frühstück in der Sonne auf der Gartenterrasse … zum ersten Mal seit langem ohne Daunenjacke.
In zwei Tagen geht es zurück in die Schweiz – bis dahin bleibt noch Zeit, die Notizen der letzten Tage aufzuarbeiten und hier zu posten. CU

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Pokhara

Also gaaanz grob betrachtet ist Pokhara das Zürich von Nepal. Mit einem See voller Ausflugsboote, einer Seepromenade, einer Art Bahnhofstrasse mit vielen Geschäften und einem Hausberg mit Absprungmöglichkeit für Gleitschirmpiloten.

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Genauer betrachtet gibt es dann doch Unterschiede: So lädt zum Beispiel das Wasser des Fewa Lakes nicht unbedingt zum Baden ein und die Geschäfte und Cafés sind nicht so piekfein, wie die in good ol‘ Zurich aber durchaus reizvoll – gut so. Ah ja, es kostet alles nur 1/10 hier.
Heute ging es per Boot über den See, damit wir auf der anderen Seite zur World Peace Stupa hochwandern konnten.

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Aktuell beträgt hier die Temperatur ca. 25 Grad, bei einer Luftfeuchtigkeit von 99%. Bei der Stupa oben angekommen, waren wir auf jeden Fall pflotschnass, so dass wir beschlossen haben, dass uns die Höhe zwischen 2000 und 3000m.ü.M am besten zusagt :-). Leider war aufgrund der Feuchtigkeit auch die Fernsicht stark beeinträchtigt, so dass das Panorama nur auf Postkarten bestaunt werden konnte.

Nach dieser „Tortour“ haben wir uns erst einmal in ein Café gesetzt. Hübsch angelegt in einem Garten. Hier soll noch erwähnt werden, dass die Schmetterlinge hier in Nepal zum Teil einiges grösser sind als bei uns und sehr schön anzuschauen … wären, wenn sie endlich still sitzen bleiben würden. So bin ich also in dem besagten Garten mit der Kamera auf die Pirsch. Mit dem Iphone hat es nicht ganz so gut geklappt, hier aber trotzdem ein kleines Müsterli.

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Nachdem wir heute noch ein paar Einkäufe erledigt und unsere Trekkingwäsche sauber zurück bekommen haben, geht es morgen wieder zurück nach Kathmandu, wo dann am Tag drauf der zweite Teil unserer Trekkingreise beginnt – Langtang wir kommen – stay tuned :-).

Was bisher geschah …

Sorry, für die lange Wartezeit an all diejenigen, welche sich tatsächlich auf meinen Blog verirrt haben. Eigentlich wollte ich in Arughat Bazar noch etwas schreiben, aber der Ort war schon dermassen abgelegen, dass hier nichts mehr zu machen war. Nun aber der Reihe nach.
Wir sind also am 17.10. mit dem Landcruiser (darauf war unser Guide besonders stolz … und wir schlussendlich sehr froh) früh morgens in Katmandu losgefahren. Kilometermässig hatten wir nicht so viel vor – also eine kurze Sache … war auch so, bis auf die letzten 30km. Unser Fahrer hat schon gesagt, dass die etwas länger gehen werden, weil die Strasse nicht Asphaltiert sei – naja, für etwas haben wir ja den Landcruiser – also ganz entspannt … So entspannt war es dann also tatsächlich nicht. Für die 30km brauchten wir 4 Stunden und wurden mächtig durchgeschüttelt – „Road Rafting“ hat dies unser Fahrer treffend beschrieben. So haben wir dann 1.5 h an folgender Stelle verbracht

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Der Bus, vollbeladen bis übers Dach hinaus, ist in einer starken Steigung im Schlamm stecken geblieben – das Verkehrschaos komplett. 10 nachfolgende Busse und LKW’s später ging es dann weiter.
Wer mich kennt, weiss, wie froh ich war, als wir endlich angekommen sind.
Am folgenden Tag ging es dann endlich zu Fuss weiter. So sind wir die kommenden 4 Tage meistens in einer engen Schlucht, meistens auf einem zum Teil haarsträubenden weg, weit über dem tosenden Fluss.

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So war es denn auch nicht verwunderlich, dass anscheinend in der Zeit, in welcher wir auf dem Treck waren, 4 Menschen gestorben sind, weil sie entweder ausgerutscht, von Mulis über die Kante gestossen wurden oder bei Hilfsaktionen ertrunken sind …

Bei 500m.ü.M sind wir gestartet und haben uns immer weiter hoch gearbeitet. Übernachtet haben wir jeweils in einfachsten Hütten, wo der Wind so durch das Mauerwerk geblasen hat, dass man im Zimmer gut einen Drachen hätte steigen lassen.

Als sich das Tal öffnete, war die Aussicht schlicht atemberaubend

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Unsere letzte Übernachtung vor dem Larkhe Pass haben wir auf über 4400m in Dharamsala verbracht – und dies im Zelt, was aber super war.
Morgens um 3 ging es dann los und wir sind im Schein der Stirnlampen dem 5260m hohen Larkhe Pass entgegen gewandert.

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Anscheinend schaffen es im Jahresdurchschnitt nur gerade 40% der Personen über den Pass – dies vor allem wegen dem Wetter und der Höhe. Aber wir hatten Glück.

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Nach dem mehrtägigen Abstieg haben wir für das letzte Stück noch den Bus genommen, auf einer ebenso holprigen Strasse – aber man gewöhnt sich ja an alles. Sehenswert sich auf jeden Fall immer die angebrachten Verzierungen.

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Nun sind wir wieder in der Zivilisation angelangt – in Besisahar – einer quirligen Kleinstadt mit vielen pittoresken Läden für alles – von Massschuhen bis Wellblech fürs Dach.

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Morgen geht es dann weiter mit dem Jeep nach Pokhara – zum Ausspannen ;-).

Nur eine Frage ist noch nicht geklärt – rasieren oder nicht 😉

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Samagaon 3600m.ü.M

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Nach abenteuerlicher Fahrt und einem noch abenteuerlicheren Zustieg, sind wir jetzt am 8. Trekkingtag in Samagaon angekommen.
Bestes Wetter, beide fit und in zwei Tagen wird der Larke Pass in Angriff genommen.
Weiteres und Details später 🙂