Die Färöerinseln

Wie ich im letzten Beitrag schon erwähnt habe, ist es doch reichlich speziell, wenn man so plötzlich mitten im Meer auf die Färöerinseln trifft. Auf meiner Reise nach Island habe ich nun 3 Tage zeit, die Inselgruppe etwas zu erkunden.

Nach einer kurzen Sightseeing-Rundtour bin ich schlussendlich in Gjógv gelandet. auf einem schönen Stellplatz direkt am Meer.

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Wir scheinen sogar das schöne Wetter mit aus Dänemark mitgebracht zu haben – anscheinend war dies der erste schöne Tag seit mehreren Tagen. Glück gehabt. Gjógv liegt am Meer und wird von mehreren Bergen eingerahmt – diese gilt es natürlich zu erklimmen. Am folgenden Tag ging es dann also los – aber was ist das? Etwa 25 Einheimische ausgerüstet mit gelben Leuchtwesten stiefeln an den Hängen herum. Bald wird klar, was das zu bezwecken hat – akustisch. Sie treiben nämlich die Schafe zusammen, was denen irgendwie gar nicht zu passen scheint – sie machen ihrem Ärger auf jeden Fall lauthals Luft. Wäääh – wääähh!! Aus der Ferne betrachtet sieht das Spektakel aus wie ein Computerspiel aus den 80igern, wo man mit zwei Hebeln virtuelle Wände so steuern muss, damit Ausbrechende daran zurückgeschickt werden. Soviel sei gesagt, sie haben es im Griff, aber es gelingt auch nicht immer. Mehrmals müssen einzelne sture Vierbeiner verfolgt, überholt und zurückgetrieben werden. An den steilen Wänden kein leichtes Unterfangen.

Sind alle Schafe eingefangen werden diese geschoren und zwar von Hand und mit einfachen Scheren, die aus dem Museum stammen könnten.

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Da nun der Hang frei war, konnte ich nun endlich zu meiner Expedition aufbrechen. Es ging weglos, steil und schön federnd über dieses grüne Moos nach oben. Erstes Ziel war ein Sattel, von welchem man auf die andere Seite schauen konnte.

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Der weitere Aufstieg auf den angepeilten Gipfel (Spitz in der Bildmitte des Beitragsbildes) war dann doch etwas steiler als gedacht, so dass ich bei der zweitletzten Steilstufe abgebrochen habe. So ohne Weg und Begleitung war mir das dann doch etwas zu riskant. Aber die Aussicht war auch von hier aus grandios.

Am zweiten Tag ging es dann etwas kürzer, dafür etwas schneller auf der anderen Seite hoch. Das Wetter war nicht mehr ganz so makellos, aber es war ja sowieso der Tag der Abreise, respektive der Weiterreise. Auf der Rückfahrt nach Torshavn hat man dann auch richtig gesehen, dass die Wolken , die tief über dem Atlantik dahintreiben auch etwas Mühe bekunden mit den Färöern. Nur mit viel Mühe schaffen sie es über die bis zu 800m hohen Gipfel – scheint anstrengend zu sein – und schweisstreibend …

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In Torshavn angekommen war dann erst mal fertig Lustig – dicker Nebel überall. Habe den Hafen aber doch gefunden. Wieder planmässig taucht die Norönna aus dem dichten Nebel auf und schon wird wieder eingeladen.

Bevor wir auf das freie Meer hinausgleiten machen wir noch eine kurze Tour zwischen den Inseln hindurch. Anfänglich war das wegen dem Nebel nur auf dem GPS erkennbar, aber dann lichtet sich dieser plötzlich und was sehen wir – Gjógv vom Meer aus.

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Es war schön, auch vom Schiff aus nochmals einen letzten Blick auf die Färöer erhaschen zu können.

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Noch einmal schlafen und ich bin in Island!! 🙂

 

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