Färöer – grüne Mooshügel mitten im Nordatlantik

Da schippert man von Dänemark her kommend also stundenlang im Nordatlantik herum und trifft dann plötzlich auf ein paar grüne Mooshügel, die aussehen, wie die Schiffchen, die wir als Kinder aus einer Baumrinde gebastelt und irgend ein Gewässer runtergelassen haben. Meist mit dem Resultat, dass sie nach ein paar Metern untergegangen sind. Aber irgendwie halten sich diese Inseln ganz gut an der Oberfläche. Anscheinend hatte es ja schon mal Bestrebungen gegeben, die Inseln nach Island zu ziehen. Leider hat der Versuch ein tragisches Ende genommen.

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Auf dem Bild oben sind die Tapferen abgebildet – die zwei Felsnadeln links von der Insel im Hintergrund. Das ist ein Troll und seine Frau – klar oder? Die zwei haben es versucht – ja, die Färöer nach Island zu ziehen – ist ja nicht mehr soo weit – easy. Nur blöd, dass sie während der durchaus schweren und schweisstreibenden Arbeit die Zeit vergessen haben und vom Sonnenlicht überrascht worden sind. Und zack … wurden sie versteinert. Ja, so kann es gehen, wenn man nicht aufpasst bei der Arbeit.

Also eben, es hat nicht geklappt – so sind die Färöer noch immer mitten im Nordatlantik – irgendwo zwischen Skandinavien (das man rechts streift), den Shetland Islands (welche man links streift) und Island (welches noch etwa 18 Fährstunden entfernt liegt).

Ach ja, und den Regenbogen konnte man ganz einfach ablichten – der war während meiner kleinen Wanderung die ganze Zeit über mal da, dann kurz weg, aber Sekunden darauf bereits wieder da.

Aber was macht er eigentlich auf den Färöern? Der hat doch gesagt, er wolle nach Island? Korrekt, das ist auch das Ziel, aber wenn man schon mal hier ist (man weiss ja nicht, wie lange die Inseln noch hier sind – vielleicht probieren es ja wieder mal irgendwelche Halbstarken …) dann kann man mit der einen Fährverbindung der (Achtung, dieser Artikel enthält Product Placement) Smyrill Line hier einen dreitägigen Stopp einlegen – was ich soeben mache.

So schön und herzig die grünen Hügel auch sein mögen, das Wetter ist recht anspruchsvoll – ein munteres Hin und Her zwischen Regen und Sonne und Regen und … und immer schön begleitet mit einem Wind, man könnte meinen, man sei mitten auf dem Meer … ;-). So wurde zum Beispiel der Autor beim unbedachten Öffnen seiner Autotür vom Sitz auf die Strasse geschleudert, weil er sich ganz fest an der Tür festgehalten hat – zum Glück – die Tür wär sonst nicht mehr dran, am Auto. Schnell wieder rein und Tür zu. Gleichzeitiges Hineinsitzen und Tür zuziehen – Fehlanzeige – Tür festhalten, Fenster runter und dann mit Schwung (Autor und Tür!) … :-D.

Aber das Wetter finde ich eigentlich grandios. Denn mit schönem blauen Himmel wär unsere Einfahrt in den Hafen von Tórshavn nur halb so beeindruckend gewesen …

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und noch eins …

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So, das war’s von heute – irgendwie schaukelt auch noch immer alles … es schaukelt wirklich noch alles – wie auf der Fähre … ah, der Wind!

 

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