Marokko im Regen

Das Einschiffen in Genua ging ja ganz geordnet von statten. Gaaanz anders die Ausschiffung in Tanger Med. Man stelle sich folgende Situation vor: Im Schiff drin etwa 10 lange Reihen von Fahrzeugen. Die zwei oder drei Reihen in der Mitte konnten aufgrund des Platzmangels nicht mehr wenden – stehen nun also mit dem Heck zum Ausgang. Soviel zur Situation. Nun wird also der Zugang für die Passagiere zum Parkdeck geöffnet und alle drängen sich wie irre die Treppen runter zu ihren Fahrzeugen. Als wir im Parkdeck angekommen sind, müssen wir uns den Weg zum Sprinter bahnen. Das war nicht einfach, weil erstens so eng geparkt ist und zweitens, weil schon viele hupend – weil, damit geht es viieeel schneller – in ihren Fahrzeugen sitzen und die engen Lücken mit gezielten Manövern noch enger machen. Nun wollen also ALLE GLEICHZEITIG runter vom Schiff und als wär das nicht schon chaotisch genug, versuchen sich die Fahrzeuge der 3 mittleren Spuren gleichzeitig auch noch in diversen Wendemanövern. Was ich noch vergessen habe – es gibt nur EINE Spur aus dem Schiff und die Mitarbeiter der Fähre stehen resigniert und belustigt am Rand und schauen zu :-D. Ehrlich gesagt, da habe ich mich schon mal gefragt, ob ich da überhaupt aus dem Schiff will …

Der Zoll danach war dann auch noch spannend – aber nach etwa einer Stunde und dem Auftreiben von irgendwelchen Stempeln ging es dann nach draussen, nach Marokko.

Nun ging es die Westküste runter, via Asilah, Moulay Besselham und Oualidia nach Sidi Kaouki südlich von Essaouira. Begleitet wurden wir vielfach von sintflutartigen Regenfällen, starken Winden und Eiseskälte.

Irgendwann war der ganze Klamauk dann aber doch vorüber und die Sonne setzte sich nach und nach durch.

Mein erster Eindruck von Marokko war etwas angespannt. Zum einen wegen des Wetters, was halt viele schöne Landschaften nicht so toll erscheinen liess, zum anderen hatte es zu Beginn sehr viel Plastikabfall überall rumliegen und zu guter letzt wollte mir auch noch ein Polizist ein Überfahren von einem Rotlicht anhängen, was er wohlgemerkt aus etwa 200m Entfernung beobachtet haben will – mein Stopp hat er komischerweise aber nicht gesehen … naja, weil wir dann nicht grad gekuscht sind und mangels Beweisen hat er uns dann mit der Ermahnung, dass man in Marokko keine Rotlichter überfahren darf – echt jetzt? – gnädigerweise wieder weiterfahren lassen. Hmm, ob das nun wohl so weitergeht?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s