68°N

So, mit dem Nordkap hab ich also den nördlichsten Punkt meiner Reise erreicht und das bedeutet, dass die Nummern von den Längengraden wieder kleiner werden und dass es irgendwie in Richtung nach Hause geht. Noch habe ich aber zwei Monate vor mir, ich kann mir also Zeit lassen mit dem zurück donnern. Wär auch zu schade, den Norden schon wieder verlassen zu müssen. Hier oben ist es einfach grandios. Es ist offener und man sieht mehr, als im Süden, wo man fast ausschliesslich durch Wald fährt.
Zu beginn der weiterfahrt ging es dem Fjord entlang in Richtung Süden.

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Die Fischerdörfchen sehen super aus, am Meer gelegen, welches meistens Eisfrei ist und umgeben von Schnee.
Der erste Ort, an welchem ich bleiben wollte war Karasjok. Karasjok ist sozusagen der Hauptort der Samen und beherbergt das samische Parlament und ist nebenbei auch der kälteste Ort in Norwegen (war aber nicht so tragisch, wie sonst halt). Was ich noch nicht rausgefunden habe, ist, wie das dann alles funktioniert. Ich nehme an, es gibt noch ein anderes Parlament.

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Am zweiten Tag habe ich eine Miniskitour gemacht. Es gibt ein Skilift, welcher aber noch nicht geöffnet hat. So bin ich also die Piste hochgelaufen und habe den Blick über Karasjok genossen.

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Der Fluss in der Bildmitte ist komplett zugefroren und dient als neuer Verkehrsweg. Am Abend hat sich meine Geduld ausgezahlt. Meine Nordlicht-App hat für diesen Abend starkes Nordlicht vorausgesagt und der Himmel war klar. Leider war die Beleuchtung von Karasjok etwas störend. Da merkt man mal, wie Lichtverschmutzt die Landschaft ist. Aber ich habe es dann doch noch geschafft, etwas grünes auf Foto zu bannen.

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Dann ging es weiter. Ich brauchte ja noch ein paar Bauteile für mein Taschenreaktörchen … ich geh dann mal shoppen … 😉

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Nach der Shoppingtour sagte ich Finnland hallo. Auf einer fast menschenleeren 100km langen Strecke konnte ich die Schönheit der Landschaft geniessen und wieder viele Rentiere beobachten.

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Man hat das Gefühl, man fährt auf einem Damm, rechts und links wechseln sich zum Teil recht grosse Seen ab.
Am Schluss bin ich in Saariselkä gelandet. Ein gewaltig touristischer Ort und hier ist etwas los. Heute war ich Langlaufen durch eine absolut grandiose Landschaft. Freu mich schon auf morgen.
Ah, ja, was passiert, wenn man an einem scheinbar dunklen Ort mit sehr schwachem Nordlicht ein Foto mit 30Minuten Belichtungszeit macht, sieht man hier.

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4 Gedanken zu „68°N

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