71°10’16″N

Keine Angst, auch ich habe das Beamen noch nicht erfunden. Der letzte Beitrag lieg schon länger auf meinem iPad, konnte aber mangels Wlan nie publiziert werden. Drum gibt es heute sogar zwei Updates. Dieser Eintrag ist nun also der Aktuelle.
Beim letzten Eintag bin ich bis Alta gefahren. Von hier bin ich relativ früh – um 8Uhr – was hier oben reichlich früh ist – losgefahren und bin weiter nördlich in Richtung Nordkap gefahren. Dass ich das Nordkap an diesem Tag nicht erreichen würde, ist schon sehr früh festgestanden. Die folgenden zwei Tage würde ich als die bisher Schönsten auf meiner ganzen Tour bezeichnen. Nach Alta fährt man noch eine Weile dem Fjord entlang, bis es dann plötzlich in die Höhe geht. Man schraubt sich über die Baumgrenze und steht plötzlich auf einer riesigen Hochebene. Zusammen mit der aufgehenden Sonne … wow … das kann ich nicht mit Worten beschreiben, seht selbst. Hier ein paar Eindrücke.

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Der Schein trügt nun etwas. Das Wetter war absolut garstig. Es hat gestürmt, so dass man teilweise die Strasse vor Schneetreiben nicht mehr gesehen hat. Zum Glück sitz ich ein bisschen weiter oben, so konnte ich auf das ganze Treiben meistens runterschauen. Aber ich musste eh immer mal wieder stoppen und ich hatte Zeit.
Irgendwann ging es dann wieder runter und ich habe mich dem Olderfjord genähert. Und schon hat die Landschaft wieder gewechselt. Zum weiss des Schnees kommen nun die farbigen Fischerdörfchen hinzu und das Meer das dampft, als wär’s ein beheizter Whirlpool.

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Nach ein paar weiteren Kilometern steh ich plötzlich vor dem Tunnel, der das Festland mit der – ich nenn sie jetzt Mal – Nordkap-Insel verbindet. Der Tunnel ist so in etwa das … hmm … ulkigste, kurioseste, wie auch immer … was ich bisher befahren habe.
Man muss sich das so vorstellen. Man steht vor einem Berg, der zuunterst ein Tunnelportal hat – naja, wie man es halt bei uns auch kennt. Fährt man ins Tunnel rein steht man nach ein paar Metern vor einem Tor, welches sich automatisch öffnet, wenn man sich vooorsichtig nähert. Hat man das Tor passiert kommts. Es geht nämlich wie in einer Wasserrutschbahn steil runter … so richtig steil. Die Lampen huschen immer schneller über mir hinweg und weit unten sieht man, dass sich der Tunnel nach oben neigt. Es geht noch nicht nach oben, sondern zuerst ein paar hundert Meter geradeaus und dann sieht man nur noch Asphalt vor sich. Es geht nach oben. Wieder so richtig steil. Ich wünschte mir noch etwas Schub vom runterpreschen herbei, aber irgendwann ist es geschafft, es geht wieder geradeaus und ich steh vor dem zweiten Tor. So fährt man auf der anderen Seite wieder aus dem Tunnel, welches wieder aus einem Berg hinaus führt, nur ist es nicht der gleiche Berg und er steht nicht einmal auf dem Festland, sondern auf der Insel. Der Tunnel ist 7km lang und führt 200m unter dem Eismeer hindurch. Zuunterst im Tunnel hat es übrigens noch ein riesiges Tor auf der Seite – Zugang zu Atlantis?
Für das Nordkap ist es nun schon zu spät und so beschliesse ich gleich beim Nordportal auf einem Rastplatz zu übernachten. Mit schlafen war dann nicht sonderlich viel. Es hat dermassen gestürmt, dass ich mich schutzsuchend hinter das WC-Häuschen gestellt habe. Irgendwann hat der Wind dann gedreht und dann wieder, … als mein Kühlwagen dann nach der 20sten Böe noch immer stand, habe ich mich dann doch ins Bett getraut.
Gestern war dann also Nordkap-Tag. Im Sommer kann man da ja einfach hinfahren. Im Winter läuft das etwas anders ab. Man besammelt sich um 11Uhr an der letzten Kreuzung. Dort steh ein Räumfahrzeug und eine Sicherheitsbeamtin mit Sicherheitshund.

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Von ihr bekomme ich folgende Order. „Wir fahren um 11Uhr los, im Konvoi, es ist verboten anzuhalten und wenn etwas passieren sollte, soll man unbedingt im Fahrzeug sitzen bleiben, sie kämen dann zu mir“. Man, was ist denn jetzt los, wird ja wohl nicht so dramatisch sein, denk ich …

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Ok, es wär auch ohne das Prozedere gegangen, aber man hätte die Strasse teilweise doch recht suchen müssen.
Aber dann war es geschafft.

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Von hier aus ist es näher zum Nordpol, als nach Hause, aber im Grunde genommen geht es das jetzt – nach Hause – aber gaaaanz langsam … 😉

70°N

Also beim letzten Eintrag war ich in Gällivare. Das war nicht so wie vorgestellt. Es hiess zwar es sei alles geöffnet, aber beim näheren betrachten ging dann nur ein Lift von 5, die Sauna ging nur bis 45° und die Loipen waren auch nicht das, was der Plan versprochen hat. Also weiterfahren.
Von Gällivare ging es auf einer absoluten Hammertour nach Kautokeino

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Die Landschaft war anfänglich noch geprägt von viel Wald, der aber so in Szene gesetzt wurde

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Von Schweden her kommend ging es mit einem kurzen Abstecher durch Finnland nach Norwegen, wo ich dann erst mal übernachtet habe, weil es schon eine ganze Weile dunkel war. So hab ich auch nicht wirklich gesehen, wo ich stehe. War also spannend, am morgen die Rollos aufzumachen. Eine doch etwas veränderte Landschaft hat sich mir dann gezeigt. Die Bäume sind nicht mehr so hoch, eigentlich fast nur noch Buschwerk und es ist flach. Man würde wahrscheinlich eeewig weit sehen, wenn es nicht leicht schneien würde. Also alles einpacken und weiter gehts. Dann, nachdem ich nun schon Elch, Fuchs und Hase gesehen habe, das erste Rentier … halt, klick, weiterfahren … und da noch eins … halt, klick, weiterfahren … und da noch eins – man, da hat’s ja ganz viele. Auf einmal bemerkte ich, dass vieles, was ich für Buschwerk gehalten habe, eigentlich Rentiere waren – hunderte, die sich durch den Schnee graben um an Wurzeln zu gelangen.

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Ja, ich kann eigentlich schon einen Busch von einem Rentier unterscheiden, aber die Sicht war ja aber auch nicht so toll. Leider hatte es auch einige tote Tiere am Strassenrand. Nicht verwunderlich, denn hier wird munter mit 90 Sachen drauflos gebrettert, auch wenn man auf Eis fährt – vor allem die LKW’s kennen gar nichts. So traurig das ist, es hat auch eine kleine positive Seite. Die toten Tiere waren wieder Nahrung für andere. So habe ich einen Fuchs beim fressen gesehen und diverse Vögel. Naja, kleiner Trost.
Weiter ging es dann nach Alta, was sehr schön zwischen Meer und den verschneiten Hügeln der Finnmarksvidda liegt. Für mich war es das erste Mal, dass ich das Meer zusammen mit Schnee gesehen habe. Sämtliche Seen hier sind ja zugefroren und weiss mit Schnee bedeckt. Das Meer hier … ist noch flüssig … naja, aber ist halt so 😉 … da es vom Golfstrom aufgewärmt wird.

Man merkt das auch an der Lufttemperatur. Nachdem ich nun Tagelang tiefe Minusgrade gehabt habe, ist es hier mit nur wenigen Graden unter Null schon fast mild … wenn es nur nicht so stürmen würde.
Hier in Alta habe ich dann auch das erste schwache Nordlicht gesehen – leider zu schwach für ein Foto – das wird eh noch lustig. Wie fotografiert man ein sich bewegendes Objekt in Dunkelheit? Hmm, da muss ich wohl noch ein bisschen an meiner Kamera rumschrauben.

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67°N

Also in Arvidsjaur war ich dann noch Langlaufen, nur 10km, aber bei -27°C lang genug. Es dauerte auf jeden Fall eine Weile, bis ich wieder aufgetaut bin ;-). Am nächsten Tag wollte ich es noch einmal versuchen. Aber es kam anderst.

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Es ist noch einmal kälter geworden, scheinbar sind wir hier auf der Suche nach dem absoluten Nullpunkt – nur noch 240° – go for it … ;-).
Also bei diesen Temperaturen bin ich dann doch nicht nochmals auf die Ski, sondern habe einen Spaziergang um die gefrorenen Seen gemacht. Nach 5Minuten sind wir die Wimpern zusammengefroren, so dass ich kurzzeitig die Augen nicht mehr ganz öffnen konnte. Der Deckel meiner Freitag Tasche war so steif, dass er Waagerecht stehen blieb – beim ganz schliessen dachte ich, der bricht ab. Die Handschuhe waren ebenfalls steif gefroren. Spannend ist das ja schon, was da alles passiert. Aber die Luft war glasklar und die Landschaft wieder traumhaft.

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Dann geht es weiter in Richtung Jokkmokk und damit über den Polarkreis. Hier habe ich das Samische Museum besucht und bin durch das Städtchen geschlendert – ich war der Einzige. Im Cafe dann allerdings nicht mehr. Hier hab ich mal wieder wild übernachtet mit einer Aussicht, die auch nicht schlecht war.

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Am nächsten Morgen war meine Starterbatterie dann komplett entladen, weil ich die Standheizung im Dauerbetrieb ca. 14 Stunden laufen liess. Kein Mucks beim Startversuch des Motors. Bei wieder eisigen Temperaturen bringt eine Batterie schon nicht mehr so viel Saft. So konnte ich wenigstens mein Notfallszenario testen und nach ca. 3h – tadaa – Motor läuft wieder und damit kann alles wieder aufgeladen werden. So geht es dann wieder durch Winterlandschaft weiter nach Gällivare.

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65°N

Arvidsjaur = Ingolstadt? Aber eins nach dem Anderen.
Am Schluss des letzten Eintrages war ich in Idre Fjäll Skifahren. Also der Schnee war super, Pulver wie aus dem Lehrbuch. Nur, man ist jeweils in 3 Minuten wieder unten und friert sich danach 10Minuten lang schier die Nase ab auf dem Lift. Beim runterfahren wird man also nicht wirklich warm, aber dafür gibt es mitten im Skigebiet Grillplätze und Feuerstellen – in Betrieb! – und da grillt sich der Schwede doch prompt seine Pølser darauf – gute Idee.
Von Idre ging es dann am nächsten Tag wieder nordwärts auf der 311 Richtung Tännäs. Irgendwo, natürlich wieder einmal mitten im Nichts, ein Auto, welches von der Fahrbahn abgekommen ist. Der Fahrer läuft mir freudig winkend entgegen als er mich sieht. Zum Glück ist nichts pasiert. Er ist nur von der Fahrbahn abgekommen und er kommt nun weder vor noch zurück. Abschleppseil raus anhängen, rausziehen. Hab gar nicht gemerkt, dass ich einen Audi A6 Quattro am Haken habe …. ups … hab ich jetzt gesagt, dass es ein Audi A6 Quattro gewesen ist? Öhm, naja, sorry. Auf jeden Fall stand der Audi A6 Quattro … äh, schon wieder … 5 Minuten später wieder auf der Strasse. Hoffentlich war da nicht myAudi Schuld daran … egal, fertig jetzt ;-).
Bei mir ging es dann auch wieder weiter – ich wollte ja über die höchstgelegene Strasse – hmm – Schwedens? Oder Skandinaviens? – fahren und oben auf der Passhöhe übernachten. Drüber fahren im Winter ist ja schon eine Schnappsidee, aber oben übernachten noch die Grössere. Das mit dem oben übernachten hab ich dann auch sein gelassen, weil ich schlichtweg nicht gesehen habe, wann ich oben bin …

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Irgendwann ging es dann doch spürbar wieder runter, so dass ich das mit der Übernachtung dort oben gelassen habe. War vielleicht auch besser, denn es hat den ganzen Tag ununterbrochen geschneit. Das Fahren selber war aber problemlos. Ich habe dann aber doch noch ein schönes Plätzchen im Wald gefunden.

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Mit sensationeller Aussicht über einen gefrorenen See.

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Am Abend des nächsten Tages dann ein kleiner Schock – die Heizung läuft nicht mehr an und geht auf Störung. Meine Vermutung: Auf den über 300km Schneepiste hat sich der Luftfilter mit Schnee gefüllt, welcher dann geschmolzen ist. Das Wasser hat dann die Luftzufuhr zur Heizung unterbrochen, resp. den Brennraum unter Wasser gesetzt. Dass Feuer das Wasser nicht mag weiss man schon seit dem Joggeli, der Birnli schütteln geht.Für mich hab ich noch ein Backup, aber was macht der Motor nach einer Nacht bei unter -20°C? Er läuft einfach an … na super … aber gut. Genau so war es dann auch. Wasser raus, starten, etwas qualmen und hüsteln und schon läuft das Ding wieder.
Weiter ging es dann wieder 300km in flottem Tempo nach Östersund, Strömsund, Dorothea, Vilhelmina nach Arvidsjaur. Auf der ganzen bisherigen Reise sind mir fast ausnahmslos einheimische Fahrzeuge entgegen gekommen. Nun aber ca. 80km vor Arvidsjaur kommen mir immer wieder Audi mit Ingolstädter Kennzeichen entgegen … hää? Hier angekommen wird’s dann noch besser – Mercedes und BMW mit BB und Münchner Kennzeichen und komischer Wagenlackierung. Nun dämmerts – hier testen alle Ihre Fahrzeuge! Mann, so ein Job hät ich auch mal gerne – mit einem neuen Auto im Winter durch Schweden kutschieren und ab und zu mal ein Kreuzchen auf einem Protokoll machen … es gibt hier zum Zeil auch Rabatt in Läden für Fahrzeugtester … irr.
Nun aber mal wieder weg von dem Technik und Auto zeugs. Nachdem es in den letzten Tagen nämlich fast immer geschneit oder viel bedeckt war, war heute so eine Art Freiluftkino angesagt gewesen. Hier ein paar Impressionen.

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Da braucht es gar nichts mehr zu sagen – es war einfach nur schön. Danke!
Und bis zum nächsten Mal – fällt dann schon der Polarkreis?

62°N

Nach einer Woche Abstinenz hier nun mal endlich wieder Internet und somit die Möglichkeit, wieder einmal einen Post zu machen.
In der Zwischenzeit bin ich also von Winterthur über Dessau nach Kiel gefahren und bin dort auf die Fähre gefahren. Der Riesenkahn fasst ein paar Hundert Autos und LKW’s – wir waren nur ca. 40. Dementsprechend leer war dann auch das ganze Schiff. Ich hatte zum Teil das Gefühl, ich hätte eine Evakuation verpasst. Aber das Schiff ist nicht voll Wasser gelaufen – obwohl es für seine Grösse ziemlich geschaukelt hat – und ich bin gut in Oslo angekommen. Aber was ist das? Alles Grün!!! Nicht EIN Flecken Schnee hat es hier. Mann, da hätt ich auch zu Hause bleiben können. Die Zöllner meinten noch, schlechtes Jahr für Schnee ….
Ich bin dann erst mal Losgefahren – immer nordwärts – bis mich dann der Winter doch gefunden hat. Nach 4h fahren im Grünen bin ich nahe der Schwedischen Grenze mitten in einen Schneesturm gefahren. Die Strassen waren vereist – ich noch ohne Spikes – und es hat geschneit wie blöd. Gelandet bin ich dann mitten in der Nacht – also so um 16Uhr 😉 – in Sølenstua. Essen, schlafen.
Das Gerutsche wie gestern wollte ich auf keinen Fall nicht mehr, also mussten die Spikes rauf – 150Stück … PRO REIFEN! Meinen Akkuschrauber musst ich bei den eisigen Temperaturen und Schneegestöber zweimal aufladen und gedauert hat die ganze Prozedur einen ganzen Tag – von Dunkel bis Dunkel – also von ca. 10 bis 15Uhr. Am Schluss war es dann aber doch geschafft.
Am Sonntag ging es dann weiter in Richtung Schweden – der Skiort Idre war das Ziel. Die Sonne war da und die Landschaft absolut traumhaft. Alles frisch verschneit und die Luft glasklar. In der Nacht hat es weiter abgekühlt – nun sind wir bei -27°C.

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Vorbei an gefrorenen Seen, einem Elch, Rehe bin ich die kurze Strecke nach Idre gefahren. Noch immer unter 20° Minus. So langsam machen sich die Probleme bemerkbar. Nicht beim Fahrzeug an sich – Auto und Heizung laufen gut, aber die grosse Eingangstür, resp. der daraus entstehende grosse Rahmen ist wie bei einem Kühlschrank weiss vereist. Und diverse kleine Plastikteile fallen einfach ab, weil sie mit der Kälte keine Bewegungen vertragen. Im grossen uns ganzen funktioniert aber das Meiste.
Nicht schön war die Entdeckung heute morgen. Den Ersatzkanister, den ich noch mit Wasser gefüllt hatte, war nur noch halbvoll – ich hatte aber noch kein Wasser daraus entnommen … wo ist das Wasser? Ich habe es dann hinter den Küchenaufbauten in Form von 5kg crushed Ice wieder gefunden …. den heutigen Tag habe ich also damit verbracht, die Kabine wieder trocken zu legen. Dafür ist nun die Tür abgedichtet und ich gehe Nachtschiifahren. Ich werd mich wohl gut einpacken müssen …

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Packat och klart

47°N – 51°N

Heute morgen um 9 Uhr ging es los:

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Sonnig und milde 2° – ob es wohl doch noch mal Winter wird auf meiner Tour? Ich bin mal gespannt.
Über bekanntes Terrain geht es nach Thayngen. Zoll. Der Zöllner schüttelt mit dem Kopf, als er mich sieht. Was denn. Die Deutschen haben Feiertag, aber das ist doch egal. Oder was ist los? Ich lass das Fenster runter. Ich müsse umdrehen! Hä? Ja, ich müsse umdrehen – Paris – Dakar gehe in die andere Richtung … ouu mann … wohl ein kleiner Spassvogel erwischt, aber für einen Zollbeamten nicht schlecht ;-). Er lässt mich dann doch passieren.
Nach 700km Deutscher Autobahn erreiche ich den 51. Breitengrad Nord – Dessau. Hier heisst es morgen wieder packen. Im Moment regnet es aus Kübeln. Wo ist der Winter?

Der Umbau (Teil 2)

Es ist soweit mal vollbracht. Im letzten Blogeintrag habe ich erzählt, wie das mit der Isolierung so geklappt hat. Als Resultat hatte ich danach eine schwarze Höhle. Das konnte man natürlich auf keinen Fall so belassen. In mühsamer Kleinarbeit habe ich die weissen Panels auf die Schwarze Isolation geklebt – das war vielleicht eine Sauerei.

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Mit der Schräge habe ich ein Aluminiumprofil mit Isolation eingepackt. Dieses Profil stellte eine Kältebrücke dar und war regelmässig nass oder im Winter gar gefroren. Zum einen ist so eine Brücke kältetechnisch nicht so toll und zum andern besteht die Gefahr der Schimmelbildung. In der Abschrägung habe ich dann noch zwei Lampen untergebracht. Fertig sieht das Ganze dann nun so aus.

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Damit es so richtig gemütlich wird braucht es natürlich noch ein paar Polster auf den harten Holzbänken. Vielen Dank an meine Mami für die professionelle Näharbeit. Zusammen mit meinem Tisch sieht die Ecke ganz gut aus.

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Der Tisch kann bei Nichtgebrauch platzsparend verstaut werden.

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Dann ging es ans testen. Dafür bin ich ein paar Tage ins Engadin gefahren und habe der Kabine noch den vorerst letzten Schliff verpasst. Leider war es nicht ganz so kalt – lediglich minus 16 Grad hatte ich einmal. Es hat alles geklappt. Die Heizung hat munter vor sich hin geschnurrt und in der Kabine war es schön warm.

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Zurück ging es dann über den Julier und auch auf über 2200 Meter über Meer hat die Heizung problemlos gezündet – von wegen, nur bis 1500 …

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Und heute, ja heute war packen angesagt, denn morgen Montag geht es los … 🙂